FE017 Außen- und Sicherheitspolitik

Die Auseinandersetzung mit Russland, Nahost und Nordafrika

Ulrich Kühn Ulrich Kühn
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
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Europa sieht sich derzeit einer komplexen außenpolitischen Herausforderung gegenüber. Besonders die Konfrontation mit Rußland, aber auch die Situation in Nahost und Nordafrika belasten das Bündnis sehr und werfen viele grundsätzliche Fragen auf. Wir sprechen mit Ulrich Kühn, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und ausgewiesener Experte für Außenpolitik, über diese Konflikte, deren Hintergründe und mögliche Stategien in der Zukunft, um diesen Herr zu werden.

8 Gedanken zu „FE017 Außen- und Sicherheitspolitik

  1. Vielen Dank für diese spannende, differenzierte Ausgabe, hat mir sehr gut gefallen!
    Mir kam (als kleine Empfehlung für weiteres Interesse) in den Sinn, dass die Interessen Russlands und der Blick z.B. auf den Konflikt in Georgien in einer Folge Jung&Naiv sehr schön herauskam – Es handelt sich um ein Interview mit dem Journalisten Hubert Seipel, der ein Buch über Putin geschrieben hat. https://www.youtube.com/watch?v=qqQNORHJ8fA

    Was mich abschließend noch interessieren würde: Wie lange ist die Türkei als NATO-Mitglied eigentlich noch tragbar und gibt es überhaupt eine Möglichkeit, jemanden aus dem Bündnis auszuschließen? Mir ist bei dem Gedanken u.a. wegen der Provokationen gegenüber Russland, der Kurdenproblematik, der Pressefreiheit, der eventuellen Unterstützung des IS durch den Geheimdienst etc. nicht sehr wohl bei der Sache…

  2. Gelungener und informationsreicher podcast. Eine Verständnisfrage: Laut Kühn soll die Nato als Antwort auf den Warschauer Pakt gegründet worden sein. Allerdings war die zeitliche Reihenfolge umgekehrt. Zunächst wurde das Nordatlantische Abkommen geschlossen, worauf sich dann der Warschauer Pakt gründete. Wie kann man dies in Einklang mit Kühns Meinung bringen?

  3. Pingback: Links der Woche 19 – Außenpolitik, Außenpolitik, Außenpolitik – Woche für Woche

  4. Genialer Podcast 🙂 Bin zwar erst mit dieser Folge drauf aufmerksam geworden, aber habe mir seit gestern weitere drei vorherige Folgen angehört und werde den Rest definitiv auch noch nachhören.

    Ich stehe ja auf Formate, die es wagen, ein Thema etwas komplexer anzugehen.

  5. Der Typ hört sich end schlau an. Ich wünsche mir noch n paar Folgen mit dem!

    Gibts irgendwo mehr Podcasts/Talks von Ihnen, Herr Kühn? Die Publikationen zu lesen ist mir dann wohl leider doch zu anstrengend.

    Besten Dank

  6. Ich, habe vor ein paar Tagen zufällig die Rede Putins im Bundestag 2001 angeschaut (gibts auf Youtube). Im Lichte der aktuelleren Entwicklungen zwischen Westeuropa und Russland betrachtet, schwingen in der Rede einige der angesprochenen Interessen und Einstellungen der russischen Politik ziemlich deutlich mit. So fordert er sehr deutlich, dass Europa sich nicht so ausschließlich an Amerika orientierten sollte und bedauert, dass auf die ausgestreckte Hand Russlands zu wenig eingegangen würde. Sollte das eine aufrichtige Forderung Putins gewesen sein, hielte ich das für eine verpasste Chance.

    Was ist von dieser Rede aus heutiger Sicht zu halten?

  7. Spät, aber doch diese Folge gehört. Es wäre schade gewesen, wenn ich die Folge verpasst hätte.

    Zum Thema: Man bekam schon fast auf’s Auge gedrückt, das die heutigen Politiker mit den heutigen Entscheidungsprozessen nicht in der Lage sind, Tendenzen zu erkennen und darauf aktiv Einfluss zu nehmen. Speziell die Lage im Nahen Osten zeigt das sehr deutlich. Statt vor Jahren schon aktiv seine Prinzipien klar zu machen und dementsprechend zu handeln, steht man im Abseits und wartet, was kommt. Das hat zehntausende Tote mehr gefordert als notwendig. In den nächsten Jahren wird Nordafrika fast das gleiche Schicksal wie der Nahe Osten erfahren. Wir heizen die Situation noch weiter an und in einigen Jahren werden wir verwundert vor der Situation stehen und uns frage, was schon wieder schief gelaufen ist.

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