FE009 Osteuropa

Ein Überblick über die östlichen Länder Europas und eine geschichtliche Einordnung

Dietrich Beyrau Dietrich Beyrau

Der Begriff "Osteuropa" wird viel verwendet, doch scheint stets unklar zu sein, welcher Teil der Welt damit eigentlich beschrieben wird. Bei näherer Betrachtung wird klar, dass es auch wenig Länder zu geben scheint, die sich unter diesem Sammelbegriff einordnen lassen möchten. Ein Grund mehr, diesem Begriff auf den Grund zu gehen.

Wir sprechen mit dem Historiker und Experten für osteuropäische Geschichte Dietrich Beyrau über den Begriff und die vielfältige Geschichte der Staaten und Regionen östlich von Deutschland. Dabei wird deutlich, dass, um den "Osten" zu verstehen, gleich mehrere Achsen des Verständnisses geöffnet werden müssen. Kulturelle, religiöse und politische Aspekte spielen hier eine vielleicht größere Rolle als man denkt und auch und vor allem die abwechslungsreichen, wilden und radikale Änderungen der Regionen im letzten Jahrhundert und besonders in den letzten 25 Jahren müssen eingeordnet werden, um ein halbwegs stimmiges Bild zu erhalten.

4 Gedanken zu „FE009 Osteuropa

  1. Wenn man den Podcast so hört, scheint Geschichte in Osteuropa nur die letzten 100 bis 150 Jahre stattgefunden zu haben. Ich hätte wenigstens ein paar Worte zur Polnisch-Litauische Union erwartet (http://de.wikipedia.org/wiki/Polnisch-Litauische_Union / http://de.wikipedia.org/wiki/Rzeczpospolita), zumal sich hier einige Parallelen zur EU anbieten, und vielleicht noch eine Anmerkung zur ersten Verfassung Europas (http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_vom_3._Mai_1791).

    Auch die Darstellung des Verhältnisses Rumanien – Moldawien fand ich etwas merkwürdig (Rumanien entstand 1859 durch den Zusammenschluss der Fürstentümer Walachei und Moldau – wobei letzteres ein halbes Jahrundert zuvor die Häfte seines Staatsgebietes, das heutige Moldawien, an Russland verloren hatte, nach 500 Jahren Zusammengehörigkeit).

  2. Pingback: Machtkampf in der Ukraine - Seite 113

  3. Die Erzählungen im Podcast sind schon Oberflächlich und partiell einseitig dargestellt.
    So beginnt die Geschichte Polens etwas früher als 1918, also nicht Quasi nach dem ersten WK. Weiterhin ist die Aussage das die Polen den Russen nicht wohl gesonnen sind, weil diese den Polen die Adelsrepublik weggenommen haben, sehr einseitig und schlicht unwahr. Die Drei Teilungen wurden ebenso von Preußen betrieben, wie von dem Zaristischen Russland und Österreich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Teilungen_Polens
    In diesem Zusammenhang sollte die Germanisierung und Russifizierung erwähnt werden, sowie die unzähligen Aufstände gegen die Besatzer und den Einfluss der katholischen Kirche in Polen, die als Hort der nationalen Identität galt.
    Außerdem sollte auch der 2.WK erwähnt werden, insbesondere die Schaffung eines Untergrundstaates mit Schulen, Universitäten usw.
    Zusätzlich wäre die Rolle der Katholischen Kirche und des Papstes Johannes Pauls II zur Zeit der Volksrepublik erwähnenswert.

    Und diese Behauptung das Kommunisten die in die zweite Republik gekommen sind, alles Juden sind, einfach nur sehr tendenziös. Der Wikipedia Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Polen
    gibt zumindest einen Überblick über Juden in Polen und deren Beziehung zu einander. Eventuell als Beispiel Rosa Luxemburg:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rosa_Luxemburg

    Ich unterstelle mal das auch die anderen Osteuropäischen Länder genauso mangelhaft beleuchtet wurden, schade eigentlich.

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